Tierfreunde ganz nah: Katzenflüstern mit Jasmin

Hallo ihr Lieben,

Netz_Jasmin_2500heute gibt es wieder einen Beitrag in unserer „Tierfreunde ganz nah“-Reihe. Hierbei begleiten wir Tierfreunde ein Stück, gucken ihnen über die Schulter und fühlen mit. Dieses Mal waren wir mit Jasmin in ihrem zweiten Zuhause: Im Katzenhaus des Tierheims Gelsenkirchen.

Jasmin ist als Bürokraft im Tierheim angestellt, verbringt aber auch einen Großteil ihrer Freizeit ehrenamtlich im Katzenhaus. Ihre Favoriten sind vor allem alte, kranke, oder schüchterne Katzen. Denn gerade diese Tiere brauchen Unterstützung im Tierheimalltag. Sie hat Stammkatzen, die sie täglich besucht. Und dabei haben wir sie begleitet.

Jasmin, wir sind jetzt bei Shiwa. Man merkt sofort, dass sie auf dich fixiert ist. Erzähl mal über sie.
Netz_Shiwa_2385„Shiwa ist so 14-15 Jahre alt. Eine Katzenomi mit Charakter. Sie kam vor über einem Jahr bereits ins Tierheim. Da war sie ganz nackig und in einem schlimmen Zustand. Sie hatte eine Flohallergie. Aber sie hat alles gut überstanden, das Fell ist gut gewachsen und die Lebensfreude ist auch wieder da. Das Leben im Tierheim fällt ihr aber sehr schwer. Sie mag keine anderen Katzen und auch wenn sie hier ein Einzelgehege hat, sind die anderen Katzen doch sehr nah.“

Wie sieht das denn mit dem Bezug zum Menschen aus. Ist sie zu jedem so wie zu dir?
Netz_Shiwa_2390„Nein. Sie hat einfach fürchterliche Angst und man muss Vertrauen zu ihr aufbauen. Das war hier sehr schwer. Ich hab jeden Tag mit ihr gearbeitet. Über Futter, ruhiges Sprechen und Spiele habe ich Bezug zu ihr aufgebaut. Und jetzt geben wir uns sogar regelmäßig Küsschen.“

Was magst du an Shiwa?
„Sie hat ihren eigenen Kopf. Sie schmust eben nur wann und mit wem sie das möchte. Sie sucht sich ihre Menschen selbst aus. Aber dann ist sie Freundin für immer. Eine echte Katzenpersönlichkeit eben.“

Netz_Shiwa_2408Jasmin ist gerne ehrenamtliche Katzenschmuserin. Um genau zu sein: Ohne könnte sie nicht. Die Momente, wenn verzweifelte Katzen wieder Mut fassen, ein stressfreieres Leben führen und am Ende noch ein tolles Zuhause finden, die machen überglücklich. Und so bekam eben auch Shiwa ihre Begleiterin, so lange bis die richtigen Menschen für sie ins Tierheim kommen. Die Zeit bis dahin wird ihr mit viel Liebe und Putenbrust versüßt.

Wenn du Shiwa etwas wünschen könntest, was wäre das?
„Ich wünsche ihr, dass sie ihre letzten guten Jahre in einem schönen Zuhause verbringen darf. Vielleicht bei einer Einzelperson it viel Geduld und Zeit und ohne andere Tiere – ganz ruhig eben. Sie soll ankommen, voll und ganz Shiwa sein und ihren Menschen erfreuen.“

Mit lieben Worten sagen wir Shiwa „Auf Wiedersehen!“ Es muss weitergehen, zum nächsten Katzengehege. Wenn man Shiwa in die Augen schaut, tja,…. dann merkt man, dass ihr das nicht gefällt. Sie braucht ein Zuhause. Ein richtiges Zuhause.

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Die nächste Tür auf Jasmins Schmuseweg ist die einer Dreiergruppe: Ronja, Manni und Sam. Die drei kamen aus einer Sicherstellung, waren verängstigt und scheu. Sie hat ihnen vorgelesen und gewartet und sie gefüttert und ihnen wieder vorgelesen, bis das Vertrauen kam. Ihre Arbeit und die Arbeit der Pfleger haben gute Früchte getragen, denn jetzt? Waren sie überhaupt mal scheu?

Netz_Jasmin_2468Jasmin, das ist ja der Wahnsinn. Ronja läuft direkt auf mich zu zum Schnuppern, Sam wälzt sich auf den Boden und Manni spielt. Was hast du mit ihnen gemacht?
„Das war ganz viel Geduld. Aber eben nicht nur Meine, sondern auch die der Pfleger. Die Zusammenarbeit ist hier ganz wichtig. Und die drei Katzen helfen sich auch gegenseitig. Ronja, Manni und Sam brauchen sich einfach. Das macht es zwar furchtbar schwer sie zu vermitteln, aber sie sollen

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Ronja macht die „Schildkröte“

zusammen bleiben. Wir haben sie sogar mit Kameras beobachtet, um zu sehen wer mehr mit dem anderen zusammen liegt – aber irgendwie knüddeln sie sich zu dritt zusammen oder wechseln den Liegepartner. Eine Trennung

wäre schlimm.“

Ok, nur zu dritt. Was macht die drei denn aus?

„Mhm… Sam ist der Tretelkönig. Da gibt es sogar ein Video von. Und er liebt Bauchkrabbeln sehr. Ronja ist meine kleine Schildkröte. Sie klappt manchmal ihre Lefzen über Ihre Zähne und rollte ihre Zunge. Warum sie das macht, weiß keiner so genau. Sie mag es eben und das ist einzigartig. Und Manni ist der Ruhepool der Gruppe. Er hält alle zusammen und verliert nie seinen kühlen Kopf. Eine perfekte Truppe, oder?“

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Definitiv, und zum Beweis haben wir auch noch Sams Tretelvideo rausgekramt:

Weil Jasmin so an Katzen hängt, hat sie für sich privat und für die Tiere nebenbei studiert: Tierhomöopathie und Katzenpsychologie. Sie hat dabei noch einen anderen Blickwinkel kennengelernt, kann nun Bachblüten einsetzen und gezielt auf Probleme der Tiere eingehen. Die Theorie konnte sie mit der Praxis im Tierheim verbinden und hat damit schon vielen schüchternen oder aggressiven Katzen geholfen.

Netz_Jasmin_2488Kümmerst du dich nur um die Katzen im Tierheim?
„Ich habe bis vor kurzem noch einen Hund Gassi geführt, den Jayjay. Er kam 2011 ins Tierheim und hat den Aufenthalt nicht verkraftet. Er war kein einfacher Hund, aber wir sind jeden Tag spazieren, haben trainiert und in 2014 kamen auf einmal die passenden Leute ins Tierheim. Wir haben immernoch Kontakt. Jayjay geht es spitze. Und seitdem Jayjay vermittelt ist konzentriere ich mich wieder mehr auf die Katzen.“

Und das ist auch notwendig. Denn das Katzenhaus des Tierheims ist in die Jahre gekommen, die Gehege sind klein, hier und da fehlt mal eine Fliese, es ist nicht isoliert. Aber ohne Spenden kann das Tierheim kein neues Katzenhaus bauen. Denn das meiste Geld wird eben für die Tiere genutzt, da bleibt nicht viel übrig. Das Tierheim sammelt momentan extra für neue Katzengehege und hat dafür sogar ein Video gemacht:

 

Jasmin, wenn du einmal die Augen zumachst und sich ein Wunsch erfüllt bis du die Augen wieder aufmachst – was würdest du dir wünschen?
„Das mehr Menschen ein Ehrenamt übernehmen, ganz egal ob im Tierheim oder woanders. Viele Menschen denken „Ich kann aber doch nichts“ – Das stimmt nicht! Jeder Mensch kann etwas und Hilfe kann so unterschiedlich sein, von Gartenarbeit über Marketing bis hin zum Katzenstreicheln eben. Jeder kann irgendwie helfen und wenn es nur 2 Stunden sind. Wenn mehr Menschen anpacken – das wäre schön!“

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Dieser Hase wohnt bei Ronja, Manni und Sam.

So ihr Lieben, das war ein Auszug unseres Besuchs in Gelsenkirchen, bei Jasmin, Shiwa, Ronja, Manni und Sam. Wir hoffen es hat euch gefallen!

Liebe Grüße
Euer Tierheimlädchenteam

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