Rumänien 2016 Tag 1

Hallo ihr Lieben,

unser erster Tierheimtag liegt hinter uns. Während ich diese Zeilen tippe und die Bilder durchforste, lasse ich den ganzen Tag Revue passieren. Eigentlich muss dieser Tag mehr als 24 Stunden gehabt haben. Ob es Meli und Sabine wohl jeden Tag so geht? Wir sind es nicht gewohnt, dass innerhalb eines Tages so viel passiert.

Netz_9697Nachdem wir unsere Leckerchenration im Supermarkt aufgestockt haben, sind wir los ins Tierheim. Erstmal haben wir uns ein paar Momente am Haus eingefunden. Hier lebt eine größere Hundegruppe. Wir wurden sehr herzlich mit vielen Hundeküssen begrüßt :heart: Hier exemplarisch vier der Hunde, die am Haus leben.

Im Anschluss hat uns Sabine mit einem Rundgang viele Tiere näher gebracht. Es ist schwer sich alle einzuprägen und wir konnten auch bei weitem nicht alle Hunde richtig besuchen. Dafür sind es einfach zu viele. In mein Herz geschlossen habe ich auf jeden Fall Anatol und Ma-mu, die am Tierheim leben. Sie blicken irgendwie idyllisch auf die abgetragene Mülldeponie ums Tierheim, die sich in sehr dramatischen Abgründen und Klippen zeigt. Wenn ich sie sehe, zieht irgendwie ein Gefühl der Ruhe durch mich durch.

Das Tierheim ist in Zonen eingeteilt. In Zone 1 wurde gerade das Essen für alle Hunde vorbereitet. Hierfür wird Trockenfutter mit Essen gemischt, dass aus dem örtlichen Gefängnis abgeholt wird. Auf unserem Rundgang in Zone 1 hatten wir übrigens professionellen Begleitschutz. Zahlungsart: Leckerchen ;-)

Hier exemplarisch ein vier Hunde, die wir auf unserem Rundgang getroffen haben.

Wisst ihr was toll ist? Ich habe Bumblebee getroffen. Letztes Jahr kam sie betäubt mit einem Hundefänger ins Tierheim und wir konnten ihre ersten Schritte im Tierheim begleiten. Aus ihr ist eine klasse Hündin geworden. So stolz wie sie jetzt ist, ist nichts mehr von dem armen Wesen geblieben, dass ich letztes Jahr kennenlernen konnte.

Nach dem Rundgang folgte unsere erste Aufgabe: Finch brauchte eine neue Frisur. Ihn zierten Filzplatten, die sich wie ein Manetel um ihn legten. Auf einem Bild könnt ihr den Fellhaufen sehen, von dem wir ihn befreien konnten, Finch hat sich demonstrativ daneben gelegt. Es hat einige Stunden gedauert. Zwischen dem Schnuppern musste nämlich viel Zeit für Gesichtsküsse, Kuscheleinheiten und glückliche Seufzer eingeräumt werden. Hinterher entpuppte sich ein wunderschöner Hund, fotogen, zum Verlieben.

Finch wohnt übrigens mit Taraji zusammen. Sie hat bei seiner Fellpflege zugesehen und sich von uns entspannt kraulen lassen. Dabei ist sie sogar einmal kurz eingeschlafen. Eine so süße Hündin, die zwischendurch echt cool rumgezockt hat, aber auch wieder runterfahren konnte.

Danach haben wir uns in ein Gehege gesetzt, in dem Hunde aus der ehemaligen „Hundehölle Slatina“ wohnen. Wer mag, kann Slatina googlen, aber es werden keine schönen Bilder sein. Diese vier hier sind Teil einer Vielzahl von Hunden, die Brunopet aus diesem Tierheim übernahm. Die vier sind etwas zurückhaltender, aber wir konnten als Fremde sogar Streicheleinheiten an ein paar der Hunde verteilen. So wunderschöne Hunde. Wie kann man solchen Geschöpfen nur weh tun… Gut, dass sie jetzt hier sind. Jetzt ist ihre Welt in Ordnung.

Welpen durften heute natürlich auch nicht fehlen. Eine eher schüchterne Mami mit 5 wuseligen Fellbabys, 2 Mädels, 3 Jungs. Sie sind ca. einen Monat alt und so süß tollpatschig. Ihnen zuzusehen wie sie die Welt kennenlernen, alles ausprobieren, beim Spielen miteinander kugeln,… Das macht das Leben gleich schöner. Einfach herzig!

Heute kam ein neuer Hund an. Seine Besitzer sind wohl verstorben. Ich habe leider nicht mitbekommen, was der kurze Knirps für einen Namen hat. Jedenfalls war er so schmusig, dass es nicht möglich war, ihn vernünftig zu knipsen. Achtung: Nasenfoto-Alarm :-)

Ganz besonders ans Herz legen möchte ich die liebe Clarissa. Sie ist einfach nur schön. Sie hat tolles Fell, wunderschöne Augen, ist verschmust, anhänglich, einfach klasse. Ihr fehlen die Hüftpfannen, dadurch läuft sie hinten etwas wackelig. Sie kann aber trotzdem mit ihren Gehegemitbewohnern toben. Dann merkt man ihr gar nicht an, dass ihr etwas fehlt. Clarissa sucht eine Pflegestelle, damit sie eine OP bekommen kann.

Unseren Tag haben wir abends mit Pasta ausklingen lassen. Wir werden gleich mit Ohrwürmern einschlafen, denn es lief Modern Talking rauf und runter („You´re my heart, you´re my soul“ :whistle: )

Netz_9729Wir berichten morgen weiter :-)
Liebe Grüße aus Miercurea CiucAnna

 

2 Replies to “Rumänien 2016 Tag 1”

  1. DANKE für den schönen Bericht, ich freu mich auf mehr! Bumblebee ist einer meiner Patenhunde und ich freue mich immer, wenn ich über sie was lesen kann :-)
    Drückt alle Vierbeiner (und die Zweibeiner, die dort eine so tolle Arbeit leisten!) bitte feste von mir! Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Zeit dort (wieder viel zu kurz, ich weiß :-) )
    Liebe Grüße, Petra (Nelly)

  2. Ein Dankeschön an Anna, Janin und Maren für den wunderschönen Bericht aus M.C. So schön, so informativ und mit so tollen Bildern versehen.
    Mehrmals konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten.
    Man spürt Eure Liebe für die Hunde, und ich hoffe sehr, dass viele Menschen daran teilhaben und somit M.C. kennenlernen konnten.
    Viele Menschen, die sehen konnten und können, welche Arbeit die Mädels vor Ort, Meli und Sabine, leisten. Ich ziehe meinen Hut täglich vor ihnen und schließe sie in meine Gebete ein.
    Aber auch vor Euch verneige ich mich und sage nochmals: d a n k e !
    LG Ingewborg M.

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