Rufus und sein Protest gegen Tierversuche

Hallo Freunde,

Rufusich bin Rufus vom Tierheimlädchen und ich muss euch mal was bellen. Heute war ich protestieren und ich sag‘ euch auch warum: Es gibt immernoch viel zu viele meiner felligen Freunde, die für Tierversuche ihr Leben lassen müssen!

Beim Infostand von Ärzte gegen Tierversuche e.V. in Münster habe ich mich für euch informiert. Und weil ich mir dabei so viel Mühe gegeben habe, bin ich ab heute Mitarbeiter des Monats!

Kennt ihr schon Frau Dr. med. Eva Kristina Bee? Sie ist Dermatologin in Münster, setzt sich aktiv gegen Tierversuche ein, lebt übrigens vegan und hat jede noch so kleine Frage von mir beantwortet. Eben eine Tierschützerin durch und durch.

Wann wurden Sie aktiv gegen Tierversuche?
Richtig bewusst wurden mir Tierversuche erst, als ich ein Angebot für eine Doktorarbeit mit Tierversuchen bekommen habe. Ich war sogar zwei Mal im Labor, um mir ein Bild zu machen. Ich habe mich danach gegen die Tierversuche und für eine Doktorarbeit ohne Versuche am Tier entschieden. Seitdem kämpfe ich gegen Tierversuche.

Wie haben Sie sich im Tierversuchslabor gefühlt?
Ich war einfach nur schockiert von dem Umfeld und dem Umgang mit den Tieren. Einmal wurde durch einen Doktoranden eine Maus narkotisiert und operiert – mit zu viel Narkosemittel. Die Maus starb bei der Operation, ohne dass es jemand gemerkt hat. Die verlorene Zeit war für die Beteiligten das Schlimmste. Das Tier war egal, es wurde einfach eine neue Maus genommen. Ein Lebewesen ist dort nichts wert.

Team Ärzte gegen Tierversuche in Münster

Als Ärztin versucht Sie ihre Patienten durch Beratungen gesund zu halten – weg von den Zivilisationskrankheiten, die viele Medikamente brauchen. Denn leider muss jedes Medikament zuerst durch einen Tierversuch – und da liegt das Problem! Denn die Versuche lassen sich nicht auf den Menschen übertragen. Dafür habe ich ein paar Beispiele für euch mitgebracht:

Aspirin:
InfomaterialAspirin wurde vor der Pflicht von Tierversuchen entdeckt – und ohne Tierversuche zugelassen. Aspirin ist für Tiere hochgiftig und wäre abgelehnt worden. Wären damals Tierversuche gemacht worden, gäbe es für uns auch kein Aspirin.

Vioxx:
Vioxx (ein Schmerzmittel) wurde an Nagetieren getestet wurde und war hier unauffällig. Es wurde für den Menschen freigegeben und wegen erhöhtem Risiko von Herzinfarkten 2004 wieder vom Markt genommen. Die Zeitschrift„Die Welt“ schrieb von 55.000 Todesfällen und 139.000 Herzinfarkten durch die Einnahme von Vioxx. Wären Zelltests durchgeführt worden, wäre dieses Risiko festgestellt worden.

Contergan:
Auch dieses Medikament (ein Beruhigungsmittel) wurde am Tier getestet und freigegeben. Die Folge des Medikaments: ca. 10.000 missgebildete Kinder.

Der TeGenero-Skandal:
Das Medikament TGN1412 (gegen Multiple Sklerose, Arthritis oder Blutkrebs) wurde erfolgreich an Affen getestet und für den Versuch am Menschen freigegeben. Die 6 Probanden bekamen nur die fünfhunderstel Dosis der Affen und litten Stunden später an Organversagen und extremen Schwellungen.

Rufus

Was man selbst tun kann?
– nur Kosmetik ohne Tierversuche kaufen (Tierversuche für Kosmetik sind zwar in der EU verboten, es werden aber auch Inhaltsstoffe verwendet die als Chemikalie gelten und an Tieren getestet werden),
– Reinigungsmittel durch Haushaltsmittelchen ersetzen (wie hier die Tipps von VierPfoten)
– gesund leben, um Medikamente zu meiden,
– sich weigern, wenn man in der Schule, oder der Uni Tierversuche durchführen soll,
– die Ärzte gegen Tierversuche unterstützen,
– und ganz wichtig: andere Menschen informieren und überzeugen.

Was Ärzte gegen Tierversuche unter anderem tut?
– Mit Infomaterialien, Kampagnen und Aktionen werden immer mehr Menschen aufgeklärt.
– In Projekten an Unis in Osteuropa werden durch den Verein Tierversuche gegen Computersimulationen getauscht und somit zahlreiche Tiere gerettet.
– Der Verein ist politisch in Deutschland und Europa aktiv, um Tierversuche zu stoppen.
– Außerdem werden durch Preisgelder tierversuchsfreie Forschungsmethoden gefördert.

Also, ihr Lieben.
Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck geben. Wer mehr wissen möchte, kann sich noch so einige Informationen auf der Vereinsseite ansehen oder aber auch die nächstgelegene Arbeitsgemeinschaft (die gibt es deutschlandweit) kontaktieren.

Und für alle, die bei dem Video unseres letzten Beitrags nicht genug bekommen konnten, haben wir noch Nachschlag. Legt euch die Taschentücher bereit – hier ist noch ein Video der Affen des Affenrefugiums von Gut Aiderbichl und ihren ersten Schritten an der frischen Luft:

Bis bald,
Euer Rufus
(Wuff wuff)

 

2 Replies to “Rufus und sein Protest gegen Tierversuche”

  1. Bevor ich was kaufe informiere ich mich immer ob Tierversuche dahinter stecken oder nicht. Und kaufe auch kaum spontan. Aber leider kann man sich nicht immer sicher sein. Es sollen keine Tiere mehr leiden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:bye: 
:good: 
:negative: 
:scratch: 
:wacko: 
:yahoo: 
B-) 
:heart: 
:rose: 
:-) 
:whistle: 
:yes: 
:cry: 
:mail: 
:-( 
:unsure: 
;-)